Die Gambiers

Die Gambiers. Wie lassen Sie sich beschreiben? Wunderbar windig? Das Paradies der harmlosen Haie? Oder doch lieber die exotische Fruchtabteilung im Supermarkt? Irgendwie würde alles passen. Obwohl ich die Letzte am besten finde, die exotische Fruchtabteilung im Supermarkt. Es stimmt wirklich! Pampelmusen ( die ich persönlich allerdings gerne große Zitronen nenne, weil sie genauso aussehen ) Papayas ( aus denen Mama einen leckeren Salat zaubern kann ), Bananen ( die immer zwei Tage bei uns auf der Badeplattform hängen bis sie dann alle auf einmal reif werden ), Kokosnüsse ( deren Saft genauso lecker schmeckt wie in Brasilien ), Limonen ( die man sowohl in einen Kuchen, als auch in’s Trinkwasser pressen kann ) und noch mehr. Von den meisten Früchten wusste ich nicht mal dass sie existieren, geschweige denn so lecker sind. Wobei Papa und Mama meinen, dass sie nur hier so schmecken. Bei den Bananen kann ich das eindeutig bestätigen. Allerdings ist auch Paradies der harmlosen Haie ziemlich gut. Paradies, eindeutig. Harmlose Haie, wer würde sich sonst ins Wasser trauen? Gleich beim ersten schnorcheln in Taravai – wunderschöne Insel und supernette Leute – konnte ich einen Hai beobachten, der so groß war wie Marianne von der YAO! Leo und Papa sahen beim Fischen mit Hervé noch mehr Haie. Doch nicht so große. Aber es lohnt sich wirklich hier zu Schnorcheln. Manchmal bin ich nur ein paar cm über den Korallen geschwommen! Die übrigens echt fantastisch sind. Papa und Mama haben sich nicht so weit in die Mitte getraut, aus Angst sich den Bauch an irgendetwas spitzem zu schneiden. Aber ganz sicher verpassen sie dadurch etwas. Es geht hoch und runter. Ich schwimme über eine flache Stelle und komme dann in etwas das man vielleicht als Tal bezeichnen könnte. Es ist echt wundervoll. Bunte Fische die einen beeindruckenden Kontrast zu den Korallen bilden in denen sie sich verstecken. Die Korallen selbst haben auch die unmöglichsten Farben. Von Blau über Orange und Rot wieder zu Braun-weiß. Manche sehen aus wie riesige Pilze. Ich freue mich schon aufs nächste mal Schnorcheln 😉 Ende Zoë 29.5.2017

 

Farewell to mainland Chile

Deutsche Übersetzung

Second time lucky! This time it should work out. Finally we will set sail and say farewell to the mainland of Chile. After we had almost been ready to leave at new years day, including everything one needs when planning to be on the ocean for 3 or more month – loads of food, petrol, drinking water, cooking gas … – today at the end of March we are still moored in Valdivia. What got in our way? We were forced to totally reorganize our business in Berlin. All but not funny. More about this later on.

After all this hassle in Berlin Kalibu has been in Chile for one year and one month, a long time. Needless to mention, we had a good time here. We like Chile very much. Dear Chilenos you have a great country!

The range of very varied, but always spectacular scenery, flora and fauna is truly unique. This is, of course, due to the extreme length of the country. As you know Chile extends from Antarctica to the Atacama Desert and from the ice-covered summits of the Andes to the tropical Easter Island in the Pacific. This alone is impressive.

And then there are the lovely people. We will surely miss the composed, unagitated, lovable and almost always helpful manner of the Chileans.

Is there something we did not like? Yes, I remember, the children miss mozzarella (if anyone here should contradict, sorry, what is sold in the Chilean supermarkets as Mozarella, is a joke and every real Italian will cry bitterly when he sees it). Mascarpone would also be nice to have, for a delicious Tiramisu. But surely there will soon be a resourceful business man or woman among the Italian immigrants who will be tackling this.

Something else? Yes, there are the Salmoneras and the consequent pollution of the Pacific. Anything but nice, but compared to the amounts of plastics that are washed in the oceans in Asia every day, it is barely worth mentioning. And a change of attitudes is visible, at least in Valdivia.

Finally there is the language. Lo siento mucho, dear Chilenos, we have not managed to learn Spanish properly. Ashes on our head! For too long we were traveling on the lonely canales where we have not encountered any human soul. Then in Puerto Montt the international sailing community spoke mainly English. Reading Spanish turned out to be not so difficult, but speaking the language is just another thing.

Te vamos a extrañar. We say good-bye with a few more impressions from this beautiful country.

See also Best of 2016

 

Best of 2016

This is a short summery – the best of so to say – of our year 2016 and hopefully a compensation for neglecting our travel-blog lately. This was due to the many things to be done before „conquering“ the unbelievably vast Pacific which is our plan for 2017.
In 2016 the  Beagle Channel with its magnificient  glaciers and the innumerable maze-like canales of Antarctica have bewitched us; not to forget the Isla de los Estados ( Staateninsel ). We often cursed to hell when a fresh wind blew from the front, when it was raining cats and dogs, when our feet were freezing cold and the condensation water dripped from the ceiling of Kalibu, still we would always do it again exactly the same way.
After that  we spent a beautiful summer back in Berlin.
Unfortunately we could not visit Peru with our boat Kalibu. The immigration and clearing in formalities for sailers are too complicated and, above all, extremely expensive. That is why we left Kalibu in the safe custody of the Club Nautico in Puerto Montt and visited Bolivia and Peru by land. There were many impressive building complexes of old cultures and the most remarkable landscapes of the Andes to discover. The Altiplano and Lake Titicaca were literally breathtaking – very high indeed.
Back in Puerto Montt which almost had become a second home we enjoyed a sociable time with our sailor friends of  YAO, Caramor, Robusta, and the nice crew of the Club Nautico Reloncavi.

We hope that you too are looking back on a great eventful year and we wish you a most wonderful time.
With love from Zoe, Birgit, Leonard, Thomas

Wieder Zurück

Am fünfzehnten neunten sind wir in Santiago gelandet. Dort waren wir einige Tage, bis wir am Sonntagabend, dem Nationalfeiertag Chiles, in den Bus Richtung Puerto Montt gestiegen sind. Der Bus war fast komplett leer und die Sitze waren bequemer als gedacht, so dass wir sogar einige Stunden schlafen konnten.
Als wir allerdings am nächsten morgen aus dem Bus gestiegen sind, waren es gefühlte 6 Grad C.
Zurück an Bord mussten wir erst mal feststellen, dass die Polster im Salon verschimmelt waren. (Da hat sich in den letzten zwei Jahren zuviel Salz angesammelt und eine Generalreinigung ist wohl überfällig.) Dementsprechend war Mama die nächsten drei Tage am Waschen. Natürlich haben alle so gut es ging mitgeholfen.
Gefreut haben wir uns auch, Stepke, Aleco,Marianne und John-Loup, Anja und Thomas, Wiederzusehen. (Alle arbeiten fleissig an ihren Booten und wir treffen uns abends im Clubhaus.)

ENDE GELÄNDE

Melinka

Verfasst von Zoë – 22.04.16 //// An dem Tag, nachdem wir in Melinka ankamen, wollten wir an Land gehen. Papa und Leo waren gestern Abend auch schon dort. Doch gerade als alle fertig waren, fing es an zu regnen, in Strömen. Ausgerechnet jetzt. Wir mussten unseren Ausflug um 10 Minuten verschieben. Als kein Wasser mehr vom Himmel fiel, ruderte Papa uns an Land. //// Der Eisenwarenladen, wo Papa zuerst hinwollte, war leider zu. Auch die anderen Läden, an denen wir vorbei kamen, waren zu. Nur die Supermärkte waren offen. Doch der Erste sah so aus, als würde er gerade renoviert, denn die Regale waren fast leer. Der Zweite hatte etwas mehr Auswahl. //// Während Mama und ich im Supermarkt waren, standen Papa und Leo vor der Tür im Regen ( ja es regnete wieder ) und erledigten ihre Angelegenheiten im Internet. Sie hatten entdeckt, dass es auf dem Platz an dem der Supermarkt ist, freies Internet gibt. Nach dem Einkaufen saß deshalb die ganze Familie auf einer Bank und checkte E-Mails und die neusten Bücher. Doch gleich fing es wieder zu regnen an. Da gingen wir alle in den Vorraum eins Supermarktes. Und so ging es hin und her. Ich fing an mich zu langweilen. Zum Glück wollte Mama sehen, ob es wirklich einen Laden mit geräuchertem Fisch gab und ich wollte mitkommen. Wir fanden aber keinen. ////  

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Ein Stückchen Eiszeit – der Amalia Gletscher

Ein Beitrag von Zoë – 29.03.2016 ///// Rums. Schon wieder ratscht ein kleiner Eisbrocken an Kalibu vorbei. Aber vielleicht ist das normal, wenn man sich in einem Seno befindet der voller Eis ist. Und genau da sind wir gerade: in einem Seno, auf dem Weg zum Amalia Gletscher. Er ist blau. Ein strahlendes Blau, das, wenn die Sonne drauf scheint, glitzert wie tausend Diamanten. //// Ich schnappe mir Papas Kamera – denn die hat den besten Zoom – und knipse drauf los. Es gibt viele gute Motive. Vor allem den Amalia Gletscher, die YAO (eine französische Segelyacht) und Papa selbst. Auch Leo und Mama, die vorne stehen und nach großen Brocken Ausschau halten, geben ein gutes Motiv ab. ///// Jetzt taucht der ganze Gletscher hinter der Ecke auf. Wow! Durch Papas Zoom erkenne ich viele, viele Spalten, Ritzen und Zacken. Auf einmal verstehe ich warum normalerweise niemand die Gletscherzunge betritt. Plötzlich ertönt ein Krachen. Es erinnert an das Donnern bei Gewittern. Die Ursache des Geräuschs ist leicht festzustellen. Im Gletscher ist ein Stück Eis abgebrochen. 

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Caleta Mousse

Ein Beitrag von Zoë – 18.03.16

Nach einer spannenden Fahrt durch die Engstelle Angostura White, beschlossen wir die Nacht in der Caleta Mousse zu verbringen. An der Einfahrt zur Caleta begrüßten uns Delfine. Als wir in die Caleta reinkamen sahen wir die YAO – das ist ein französisches Boot, mit dem wir schon länger zusammen segeln – ihre Leinen waren noch nicht fest. Jean Loup ( der zusammen mit Marianne und zwei Hunden die Crew der YAO ist ) war noch ziemlich beschäftigt. Erst wollten wir längsseits zur YAO gehen, aber das ging nicht, weil der Wind gegen uns war und unsere Kalibu gnadenlos in die falsche Richtung trieb. Also Landleinen. Leo und ich wurden abkommandiert schnell eine zur YAO oder an Land zu bringen. Während ich paddelte, konnte ich beobachten, dass Kalibu immer näher an den Strand trieb. Bei der YAO angekommen, nahm J. Loup ( der inzwischen wieder da war ) uns die Leinen ab. Dann legten Mama und Leo noch zwei Leinen zum Strand und zur Insel. Geschafft. Leo blieb dann auf der Insel und Mama und ich fuhren zu ihm mit einer weiteren Leine, die J. Loup für uns an einem großen Stein befestigte. Endlich geschafft. 

Danach beschloss ich ebenfalls zu Leo auf die Insel zu gehen, er hatte bereits Holz gesammelt und wir wollten ein Feuer machen. Davor musste ich allerdings noch Marianne von der YAO zur Kalibu bringen, weil auch sie mit Mama und Papa quatschen wollte. J. Loup war schon da. Am Feuer bei Leo war es so warm, dass ich meine Jacke ausziehen konnte. Wir hatten jetzt beide kurzärmlige T-Shirts an. …

 

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Puerto Haberton

Ein Nachtrag von Zoë – 29.01.2016 – Als wir uns in Puerto Haberton entschieden, an Land zu gehen, wollten wir mal etwas alleine unternehmen. Am Strand angekommen, sprang Leo als erster an Land, denn er war der Einzige, der Gummistiefel anhatte. Wir folgten. Ein Mann kam, begrüßte uns und zeigte uns einen Schuppen, in dem unter einem ausgestopften Condor ( der zweitgrößte Vogel der Welt ) das erste, mehr als 100 Jahre alte, selbstgebaute Boot der Familie Haberton stand. Er bot uns eine Führung durch das ganze Museum an, die oben am Restaurant startete. Papa fragt gleich, ob man dort abends essen kann. Der Mann antwortet, sie könnten uns das Essen an Bord liefern. Dann doch lieber selber kochen.

 


Oben beim Restaurant angekommen, beobachten wir wie ein Dinghy auf den Strand zu paddelt. Anscheinend waren wir nicht die Einzigen, die aus ihrem Mittagsschlaf erwacht sind. Leo rannte gleich runter, um zu sehen, ob es Anja und Thomas sind und kam mit Anja und Thomas zurück. Die Führung wollten sie natürlich auch nicht verpassen.  Uns schlossen sich noch zwei andere Franzosen an, die aber nicht mit dem Segelboot hier sind. Unten am Steg trafen wir Laurent und Shu-In von der Galatee.    

Als erstes besuchten wir einen großen Garten, in den uns ein Hund mit Namen Chili folgte. Durch den Hinterausgang des Gartens gelangten wir in eine schmale Gasse hinter den Häusern. Chili lief voraus und zeigte uns den Weg zum Teehaus, der zweiten Station, ein großer Raum, auf dessen einer Seite eine Theke steht. Gegenüber hängen lauter Bilder der Familie Haberton. Die Frau zeigte uns ein dickes Buch. Das Buch ist die einzige Ausgabe des Wörterbuches der Indianischen Ureinwohnersprache.  … weiterlesen

Zwei plus zwei …

Verfasst von Zoë – 07.01.2016 — Das erste was wir von der Robusta vernahmen war Thomas Stimme. Wir liefen auf den Berg, um von ganz oben zu sehen, ob da ein Segelboot kommt. Wenn ja, müssen wir nämlich die Leine lösen, die uns von der Cara Mia fern hält, denn sie versperrt die Bucht. Nun ja, alles was wir sahen, war blaues Wasser und die Isla Leones. Dafür war es so windig da oben, dass wir aufpassen mussten, dass wir nicht weggeweht wurden, zumindest im Stehen. Mama und ich versuchten zu Funken: „Kalibu ruft Robusta.“ Und wie ich glaube schon erzählt zu haben, antwortete uns Thomas von der Robusta. Er sagte: „In drei Stunden sind wir da.“ Aber es wurden nur zwei. Auf dem Rückweg nach unten verliefen wir uns etwas, aber wir fanden dann doch das richtige Tal. Und wir hörten wie Anja Papa erzählte, dass sie jetzt in den Kanal Leones sausten. Da wollte ich mich aber beeilen! Blöderweise hatte Leo seine Turnschuhe mit Gummisohlen an und andauernd bohrten sich Stachel hinein, die er dann mühselig rausfummeln musste.
Am Strand angekommen rief ich Papa mit dem Funkgerät. Als er kam warteten wir schon im Wasser stehend, damit das Dingi nicht aufsitzen musste. An Bord angekommen, schrieb Papa noch seine Neujahrs-Mails zu Ende und dann setzte er sich mit Leo ins Dingi, um es Markku (Marco) nachzutun und der Robusta entgegen zu fahren. Mama stand die ganze Zeit vorne am Bug, um die Leine zu lösen, die die Bucht versperrte und ich passte auf, dass wir den Funkspruch nicht verpassten. Der Funkspruch kam und bald darauf sahen wir Papa und Leo, wie sie die Leine lösten und Markku, wie er kurz vor der Robusta herein geschossen kam. „Schnell zur Leine! Fast, fast, quick, quick!“ Nun er schaffte es seine Leine ganz kurz vor der Robusta zu lösen. Ja! Aber oh nein, unsere Leine hatte sich verheddert und wir kommen mit dem Heck immer näher und näher an die Cara Mia! Ich musste nach hinten gehen, um einen Fender dazwischen zu halten. Blöderweise verpasste ich so auch was vorne geschah. Allerdings sah ich das die französische Ovni, die mit der Robusta angekommen war, in die Caleta herein fuhr, das Chaos bemerkte und wieder raus fuhr. Plötzlich war Markku bei mir hinten und fuhr sein Dingi quer zwischen Cara Mia und Kalibu, so dass mein Fender unnütz wurde. Aber Papa und Mama hatten inzwischen die Leine wieder dran gemacht, trotzdem waren wir immer noch gefährlich nahe an der Cara Mia.

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Einkaufen für Patagonien

Ein Beitrag von Zoë – 17.12.2015 – Für den Großeinkauf versprach uns Alejandro, dass wir uns sein Auto ausleihen durften. Es war ein Pick-Up mit sehr großem Kofferraum. Das war natürlich sehr praktisch. Aber bevor wir uns das Auto ausleihen konnten, brauchten wir erst mal den Schlüssel und die offizielle Erlaubnis. Also gingen wir ihn suchen -er arbeitet im Nachbarclub-, aber der Mann den wir dort nach ihm fragten, sagte uns, er sein in der Mittagspause. Mama und Papa beschlossen, dass sie einen Kaffe trinken wollten und wenn er dann noch nicht da wäre, fahren wir mit der Bahn. Als wir im Clubhaus ankamen und die Treppe hoch ins Café gingen, kam Mama die schon vor gegangen war, wieder runter und sagte, Alejandro sitzt da oben. Mama und Papa quatschten etwas mit ihm, dann gingen wir nach Draußen und er fuhr sein Auto vor das Trockendock, um noch ein paar Sachen auszuladen. Endlich ging es los. Immer schön langsam -tranquilo!- mit dem großen Auto. 

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