Puerto Haberton

Ein Nachtrag von Zoë – 29.01.2016 – Als wir uns in Puerto Haberton entschieden, an Land zu gehen, wollten wir mal etwas alleine unternehmen. Am Strand angekommen, sprang Leo als erster an Land, denn er war der Einzige, der Gummistiefel anhatte. Wir folgten. Ein Mann kam, begrüßte uns und zeigte uns einen Schuppen, in dem unter einem ausgestopften Condor ( der zweitgrößte Vogel der Welt ) das erste, mehr als 100 Jahre alte, selbstgebaute Boot der Familie Haberton stand. Er bot uns eine Führung durch das ganze Museum an, die oben am Restaurant startete. Papa fragt gleich, ob man dort abends essen kann. Der Mann antwortet, sie könnten uns das Essen an Bord liefern. Dann doch lieber selber kochen.

 


Oben beim Restaurant angekommen, beobachten wir wie ein Dinghy auf den Strand zu paddelt. Anscheinend waren wir nicht die Einzigen, die aus ihrem Mittagsschlaf erwacht sind. Leo rannte gleich runter, um zu sehen, ob es Anja und Thomas sind und kam mit Anja und Thomas zurück. Die Führung wollten sie natürlich auch nicht verpassen.  Uns schlossen sich noch zwei andere Franzosen an, die aber nicht mit dem Segelboot hier sind. Unten am Steg trafen wir Laurent und Shu-In von der Galatee.    

Als erstes besuchten wir einen großen Garten, in den uns ein Hund mit Namen Chili folgte. Durch den Hinterausgang des Gartens gelangten wir in eine schmale Gasse hinter den Häusern. Chili lief voraus und zeigte uns den Weg zum Teehaus, der zweiten Station, ein großer Raum, auf dessen einer Seite eine Theke steht. Gegenüber hängen lauter Bilder der Familie Haberton. Die Frau zeigte uns ein dickes Buch. Das Buch ist die einzige Ausgabe des Wörterbuches der Indianischen Ureinwohnersprache.  …

Als nächstes gingen wir zu dem Schuppen, den wir uns schon angesehen hatten. Es ging weiter zu einer Werkstatt, wo uns erklärt wurde wie die Habertons ihre Boote gebaut haben. In dem alten Schafstall, wo wir übrigens eine alte Wachmaschine die sehr lustig aussieht, vorfinden und das Auto mit dem Harry und sein Freund Ron durch die Luft flogen, trafen wir auf Jean Loup und Marianne von der Yao!. Wir liefen danach gemeinsam über die alten Schafsweiden, und standen schließlich vor dem alten Friedhof  der Familie Haberton.

Der Rundgang ging weiter. Wir bekamen Calafate-Beeren ( von denen es heißt: wer sie einmal gegessen hat, kommt noch mal nach Feuerland zurück ) und die Bäume, aus denen die Ureinwohner früher ihre Pfeile und Bögen gebaut haben, zu sehen. Auch ihre Hütten, in denen sie wohnten, sahen wir. Die sahen eigentlich aus, wie die Hütten, die wir Kinder früher im Grunewald bei Spaziergängen und Wanderungen gerne gebaut haben. Nur ein bisschen besser. Die Führerin zeigte uns noch gelbe Baumpilze, die man essen kann. Zurück ging es wieder über die Schafweide.

Gemeinsam mit der Galatee, Robusta und YAO entschieden wir noch zu den Bibern und zu einer Privatsammlung einer Frau zu gehen, in der es um die Meerestiere geht. Die Biber liessen sich aber leider nicht blicken, obwohl wir uns ganz still verhielten. Mama sagte, sie kommen Abends, so gegen acht erst raus und sie hatte Recht. Erst am nächsten Tag entdeckten wir sie, als wir gegen Abend wieder zu dem Biberbau gingen.

Jetzt ging es noch ins Museum, eigentlich hatte ich gar keine Lust dazu. Aber es wurde dann doch richtig toll. Der Mann der uns alles zeigte, war ein Biologiestudent für Pflanzen, der dort für einen Monat mit forschen durfte. Er hat uns das Labor gezeigt mit vielen riesigen Walknochen. Auch von Delfinen, Seelöwen, Pinguinen und Seeigeln hatten sie dort Skelette. Sogar von einem Hippo hatten sie den Unterkiefer. Die Knochen wurden gesäubert und in Kisten gesteckt, die dann fein säuberlich beschriftet wurden. Es war wirklich Toll!  

Beim Einsteigen ins Dinghy gab es dann Probleme, weil Leo ja der Einzige war, der Gummistifel anhatte. Also gingen wir, wie die anderen auch, zum Steg und Leo paddelte Arribar dorthin. Da wurde es dann aber auch nicht gerade einfach einzusteigen, weil der Tidenhub mehrere Meter beträgt und wir grad Ebbe hatten. Wir mussten alle klettern, um zu den Beiboten zu kommen. Irgendwann hatten es dann alle geschafft…

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