Ankern im Marinabecken – Anchoring in the Marina Basin

Der 16. begann eigentlich sehr gut. Delfine begleiteten uns in die Lagune, wo wir nach drei Nächten ankamen und Port Moresby begrüßte uns mit lauter Lichtern. 

Unser Ziel: der Royal Papua Yacht Club. Schon vor dem Hafenbecken wurden wir von zwei marina-guys empfangen und rein gewinkt. Drinnen bedeutete uns der ältere von beiden, zu ankern. Mitten im Becken! Na ja, andere Länder, andere Sitten, meint Papa und der Anker fällt auf fünf Metern. Gefühlte drei Stunden später kommt Israel, der Typ vom Club, vorbei und bringt uns einen Haufen Papiere. Wir machen uns daran sie auszufüllen, doch um zwölf, wo Israel eigentlich schon wieder da sein wollte, ist immer noch nichts passiert. 

Papa setzt sich ans Funkgerät und kurze Zeit später sitzt dann auch endlich der Mann vom Zoll bei uns im Cockpit. Die gelbe Flagge hängt aber noch, da die Quarantäne-Leute noch nicht da waren. Ob das jetzt an ihrem vollgepackten Terminkalender liegt, oder daran, dass wir uns nicht achtundvierzig Stunden vorher gemeldet hatten, vermag ich nicht zu sagen. 

Nach einem Besuch im Marina Büro kommen Papa und Leo mit der Nachricht zurück, wir könnten uns jetzt an den Arbeitssteg legen, einen kleinen, mit Farbe und was weiß ich nicht was bekleckerten Schwimmponton. Aber ich will mich nicht beklagen, denn von hier hat man es deutlich näher zum Club Gebäude, als von hinter der kleinen Tankstelle, wo die anderen ‚visitors‘ liegen, wie der erste marina-guy uns erzählte. Das Anlegemanöver verläuft schnell und einfach. Das erste was wir dann tun, ist nicht duschen. Nein, wir schließen den Schlauch an, und lassen Kalibu einen äußeren Großputz zukommen. Erst danach hopsen wir nacheinander unter die Dusche. Denn obwohl der Club in einem Werbeprospekt als ‚safest place in town!‘ angepriesen wird, ist hier alles doppelt und dreifach gesichert und zugeschlossen, und wir haben nur einen Schlüssel. Bzw. zwei, weil die Wäscherei extra ist, da nur für yachties bestimmt. Am Abend sitzen wir oben auf der Terrasse des Clubgebäudes, trinken Saft – MaPa Bier – versuchen aufgrund des langsamen Internets nicht die Geduld zu verlieren und beobachten die vielen Leute um uns herum. Klar, Samstagabend und der Club scheint eine gut genutzte Ausgehmöglichkeit zu sein. Er brummt wie ein Bienenstock und statt Fußball läuft auf allen Fernsehern Rugby. Komisch, finde ich, läuft doch um 20 Uhr (PNG Zeit) Australien gegen Frankreich und auch wenn Fußball mich normalerweise nicht die Bohne interessiert, einmal in vier Jahren setzte ich mich dann doch mit vor den Fernseher. Ist immerhin eine Weltmeisterschaft, oder?

Zoë 19.6.2018

The 16th started actually very pleasantly. Dolphins accompanied us into the lagoon, where we arrived after sailing for three days and Port Moresby welcomed us with lots of lights. Our destination: the Royal Papua Yacht Club. In front of the harbour basin we were received and waved in by two marina guys. 

Inside the marina the older man told us to anchor. In the middle of the small basin! Well, different countries, different habits, said Papa and the anchor was dropped at five meters. After, what seemed like ages, Israel, the marina officer arrived and gave us a bunch of papers to fill in, what we certainly did. But at twelve o’clock, Israel is still not back, although he told us he would be. Papa sits down in front of the radio and shortly after we can offer the customs officer a glass of cold water. However the yellow flag is in fact still up this very moment, since the quarantine people did not inspect Kalibu yet. If that’s because their date book is full or because we forgot to get in touch 48 hours before we arrived, I’m still uncertain. After a visit in the marina office, Papa and Leo come back with the message, we can move Kalibu to the working pontoon, a small floating platform, messy with paint and I don’t know what else. But I don’t want to complain, ‘cause from here it is less far to the club house, then from behind the small fuel station, were the other visitors are moored, as the first marina guy told us. The docking manoeuvre is going well and fast. The first thing we do next is not taking a shower, it’s connecting the hose pipe and washing Kalibu. Only after we finished that we go to the showers. One after the other, as we have only one key and everything in the club is secured and locked twice and threefold, even though the club is advertised as the ‚safest place in town!‘. Or maybe it is the safest place in town because of that.  In the evening we sit upstairs, on the terrace of the club house and are drinking juice, beer for MaPa, trying not to loose patience waiting for the slow internet and watching many other people around us. Of course, Saturday-night, and the club seems to be a nicely used opportunity to go out. It’s buzzing like a bee-home and all the TV-screens show rugby instead of football/soccer. And that despite the fact that the world cup started already and Australia is playing today! 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.