Impressionen aus Mindelo.

Der vierte Fisch war ein armer kleiner Tintenfisch, der mit einer Welle auf unser Boot kam und sich am Mast verfangen hat. Ich habe ihn nach dem Frühstück entdeckt, da er seine Tinte über unser Verdeck verteilt hat.

Am nächsten Morgen bin ich erst mal krank. Halsschmerzen, Gliederschmerzen, Rückenschmerzen. Ich liege zwei Tage flach. Mindelo muss warten. Thomas kümmert sich um den Generator, der auf der letzten Passage endgültig den Geist aufgegeben hat. Über 50 kg müssen ausgebaut und an Land gebracht werden. Am nächsten Tag das ganze wieder zurück, mit neuem Zahnkranz.

Mindelo hat maroden kolonialen Flair und ist farbenfroh, der Rest der Insel wüstenähnlich. Die Insulaner sind sehr nett und mit den Vorbereitungen zum Karneval beschäftigt. Jeden Abend hört man Strassenmusik. Die Cafes sind eher kalt und ungemütlich. (Januar ist eben Winter – auch hier.) Die Frauen verkaufen Obst und Gemüse und auch Tuna auf den Bürgersteigen.

Kalibu liegt vor der Marina von Mindelo. Der Wind weht stetig mit mind. 15 Knoten. Die Fallböen erreichen vor allem morgens locker 30 Knoten. Der Anker hält! (hoffentlich auch die Kette)
Die Bucht ist gut besucht. Vom Volkeboot aus GB, über Dreimaster aus NL hin zu Fischtrawlern aus Korea ist alles mögliche vertreten.

 

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