Bei 38° im Schatten

Weihnachten verbrachten wir bei 38 Grad mit den letzten Vorbereitungen für die Fahrt nach Süden. Kaum zu glauben, was alles bedacht werden muss.

Seit wir die neue Ankerkette haben, braucht Kalibu einen neuen „Gewichtstrim“. Beim Segeln war es deutlich spürbar und an der Wasserlinie kann man es auch erkennen. Wir haben vorne zu viel Gewicht. Also müssen wir das gesamte Stausystem noch mal überdenken. Der schwere Edelstahlanker, der Kettenvorläufer, Marichen und die 100 Meter Ankertrosse müssen nach hinten gebracht werden. Der Generator wurde noch mal festgezurrt, damit er nicht auf Wanderschaft geht. Alle Gegenstände, die lose im Boot rum liegen müssen einen „festen“ Platz finden. Mit zwei Kindern an Bord ist das eine echte Herausforderung. Paraffin muss noch besorgt werden. Thomas von der Outer Rim sagte uns, dort unten findet man es nirgends. Aber wie viele Stunden werden wir wohl heizen? Der Blick auf die Wettervorhersage ist ernüchternd. Nachts geht es nach wie vor bis 3 Grad runter und tagsüber mal auf 12 hoch. Meine Sommerkleider habe ich schon fast alle vakuumdicht verpackt, damit sie nicht schimmeln. Bei den niedrigen Wassertemperaturen lässt sich Tauwasserausfall nicht vermeiden. Viele Boote versehen ihre Fenster zusätzlich innen mit einer transparenten Isolierschicht aus Kunststofffolie. Wir hoffen, wir kommen auch so durch. Die neuen Schwimmleinen müssen so vorbereitet werden, dass sie leicht im Dingi transportiert und ausgebracht werden können. Wir haben uns für die simple Methode „Leinen in der Kinderbadewanne ins Dingi werfen und dann ab an Land“ entschieden. Trotzdem muss die 220 Meter Leine einmal komplett an Land abgewickelt (sonst würden sie sich unendlich vertörnen) und ordentlich aufgeschossen werden.

Die To-Do-Liste scheint nie enden zu wollen. Trotzdem haben wir uns, mit Blick auf die Temperaturen dort unten, entschieden eine „Kuchenbude“ zu nähen. Damit werde ich mich wohl die nächsten zwei Wochen beschäftigen. Der Plan ist gemacht. Hier ist die letzte Gelegenheit auf einem (wunderbar sauberen neuen) Steg einen ordentlichen Zuschnitt in Angriff zu nehmen.

Morgen soll es dann weiter gehen. Anja und Thomas von der Robusta und Marco und Teria aus Finnland wollen gemeinsam mit uns starten.

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