An Whangarei vorbei gepustet

Zyklon GITA
Zyklon GITA bewegt sich auf die Westküste von Neuseeland zu

Nachdem wir uns im schönen und vor allem sicheren Naturhafen von Tutukaka vor dem Ex-Zyklon GITA verkrochen hatten, wollten wir Whangarei ansteuern, um frisches Obst und Gemüse einzukaufen, Freunde zu treffen und vielleicht noch das ein oder andere Ersatzteil für Kalibu zu besorgen. Der Wetterbericht kündigte 10 Knoten aus West an, das passte gut, um nach Süd zu segeln, dachten wir. Nach „der Schule“ der Kinder ging es schnell los und es war auch erst alles bestens. Sonnenschein und wunderbares Segelwetter bis wir Bream Head erreichten. An diesem Kap frischte der Wind merklich auf, erst Mal nicht verwunderlich, aber kaum hatten wir das Kap passiert, ging es erst ro richtig los und es kam noch eine kurze kabbelige Welle hinzu. Um die Flussmündung nach Whangarei zu erreichen hätten wir 8-10 Meilen gegen 20 bis 22 Knoten Wind und entsprechender Welle anmotoren müssen. Stattdessen wurden wir an Whangarei „vorbei gepustet“ und landeten nach Einbruch der Dunkelheit in einer winzigen Bucht hinter dem nächsten Kap, dem Cape Rodney.

Unser zweiter Versuche einen halbwegs ordentlich sortierten Lebensmittelladen zu erreichen, hätte uns am darauffolgenden Tag nach Manly in der Whangaparaoa Bay führen sollen. Der Konjunktiv sagt alles, gleiches Spiel wie Tags zuvor. Nach der Schule wurde der Anker gehoben. Der Wetterbericht sagte 2-3 Beaufort aus West voraus. Im Hauraki Golf wehte der Wind allerdings mit bis zu 22 Knoten. Kalibu erreichte spielend ihre Rumpfgeschwindigkeit und noch darüber hinaus. Schon lange habe ich die 9 Knoten nicht mehr auf der Logge gesehen. Die Heckwelle wanderte bis weit über unsere Badeplattform und sog sich dort fest. Manly Beach war trotzdem nicht zu schaffen. Stattdessen verschlug es uns nach Waiheke Island in die Oneroa Bay.

Unser Resümee: erstens: das Nordland ist in der Tat recht dünn besiedelt. Zudem hat jeder ein Auto, einen Garten und ein paar Schafe und braucht keinen Supermarkt um die Ecke. Die sind nämlich sehr rar. Zweitens: der Wetterbericht hat auch hier wenig mit den lokalen Gegebenheiten gemeinsam.

Regen Regen Regen

Regen Regen Regen und dann gibt es doch noch mal einen Lichtblick. Ab und zu eine kleine Sonnenscheinpause, in der man den neuseeländischen Sommer erahnen kann. Seit wir zurück in Neuseeland sind, zogen schon zwei Stürme hier durch. Der letzte, ein Zyklonausläufer, brachte Überschwemmungen und Stromausfälle im ganzen Land. Damit nicht genug, der nächste Zyklon „Gita“ wütete bereits in Tonga und nähert sich auf Umwegen Nordland. Wir sind alarmiert, jedoch nicht wirklich besorgt. Es ist zu erwarten, dass der Sturm in der kühlen Tasman Sea seine Kraft verliert.

In den Regenpausen segeln wir in der Bay of Islands herum. Kalibu bekam einen neuen Unterwasseranstrich, den wir diesmal zu viert im Rekordtempo aufbrachten. Morgens kam Kalibu raus aus dem Wasser und am Abend war schon der zweite Anstrich drauf. Alle anderen Wartungsarbeiten konnten wir im Wasser erledigen – das laufende Gut musste in grossen Teilen ausgetauscht werden; den Windgenerator, der seit den Gambiers nicht mehr zum Leben zu erwecken war, tauschten wir aus; das Vorsegel war am Ende und musste ersetzt werden; die „Kuchenbude“, die ich in Argentinien genäht hatte, war bereits nach so kurzer Zeit unschön, grün und vor allem undicht und wurde ersetzt; usw. … Jedenfalls haben wir jetzt mit dem neuen Windgenerator und noch zwei weiteren flexiblen Solarpaneelen zum ersten Mal keine Energieprobleme mehr.

Trotz alledem, obwohl wir alles genau unter die Lupe nahmen, hatten wir nach wenigen Tagen in der Bay plötzlich einen Wassereinbruch unter Motorfahrt. Das Wasser stand in der Bilge schon unter den Bodenbrettern und Leonard und ich mussten uns an der Handpumpe abwechseln, uff! Im Motorraum hörte es sich wie ein Wasserfall an. Schnell den Motor ausschalten und weiter pumpen.
Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, das Knie, wo die Auspuffgase und das Kühlwasser zusammengeführt werden, hatte ein pflaumengrosses Loch. Korrosion! Zum Glück hatte Thomas eine weise Vorahnung und deshalb war das Ersatzteil bereits an Bord.

Am Waitangi Day ankerten wir vor Pahia und mischten uns unter die bunt gemischte Menschenmenge. Bedenkt man, dass in Neuseeland insgesamt nicht viel mehr als 4 Mio. Menschen leben, dann war da schon eine Menge los. Die Marine ankerte seit einigen Tagen mit zwei grossen Kriegsschiffen in der Bay und natürlich konnten die kleinen Maori Delegationen dem Aufgebot an weiss bekleideten Matrosen visuell kaum was entgegensetzen. Manches ändert sich eben nie.

Urupukapuka und Motuaroria, auch Roberton Island genannt, sind unserer Meinung nach die schönsten Inseln in der Bay. Im Lee von Motuaroria hat James Cook mit der Endeavour das erste Mal geankert, als er die Bay of Islands besuchte. Nicht nur deshalb ist die Insel ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen aus Russel und Pahia. Das wurde uns dann schnell zu viel und wir hoben letzten Samstag den Anker, um das Cape Brett zu umrunden und uns in die nahegelegene Whangamumu Bay zu verziehen. Hier wurden in der Vergangenheit bis zu 50 Wale jährlich zu Tran verarbeitet. Der Heizkessel und die Kochbottiche sind noch erhalten. Kein Lüftchen weht, aber es regnet mal wieder.

Impressionen aus Nordland

Wir dachten, Kalibu wäre in gutem Zustand, als wir in Neuseeland ankamen. So ist es auch, aber trotzdem gibt es nach so vielen Seemeilen über den Pazifik viele Kleinigkeiten zu reparieren oder zu erneuern. Deshalb bleibt Kalibu erst einmal in der Bay of Islands. Die Leute der lokalen Ship Chandlery sind echt fit und besorgen fast alles – von den Ersatzteilen für den französischen Gasherd bis hin zu den italienischen Opferanoden, alles kein Problem und meist am nächsten Tag vor Ort.

Am Wochenende gönnen wir uns eine kleine Rundreise über die Nordspitze zum Waipoua Forest, mit Bäumen aus der Zeit der alten Ägypter.

Das Cape Reinga, wo der Südpazifik die Tasmansee trifft, ist für die Maori ein heiliger Ort.

Ninety Mile Beach – der nicht wirklich 90 Meilen lang ist – bemerkenswert ist die Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h …

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Einklarieren in Neuseeland

Das Thema Einklarieren in Neuseeland beschäftigte uns spätestens seit Tonga. Was alles nicht eingeführt werden darf, Federn, Korallen, Muschelschalen, Knochen, Holz, etc.; welcher Proviant vorher aufgegessen oder vernichtet sein muss, alles Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst, Eier, Milchprodukte, Samen, etc.; wie das Unterwasserschiff auszusehen hat und welche Nachweise über den letzten Anstrich notwendig sind; dass alle Sportgeräte, inclusive Fahrräder und Wanderschuhe tipptopp sauber sind; ob sich an Bord Ameisen, Termiten oder sonstige Schädlinge eingenistet haben …
Und wie es so ist, natürlich haben wir Massen an Muschelschalen, Federn, Korallen, Steine, Knochen gesammelt. In Tonga verirrten sich ein paar Ameisen an Bord und haben im Nu versucht einen kleinen Ameisenstaat zu gründen. Der Unterwasseranstrich ist nach einer Saison durch und alles Schrubben nützte wenig, es wuchs einfach zu schnell nach. Nicht zuletzt hat jedes Segelboot, das den Pazifik überquert, ausreichend Proviant dabei. Linsen, Bohnen, Erbsen sind besonders hilfreich, weil kompakt, nahezu unbegrenzt haltbar und sehr nahrhaft. Es sind aber auch Samen.
Anders gesagt, wir befürchteten schlimmes und schickten schon folgende Mail an Anja von der Robusta:
… Dann kamen zehn schwarz gekleidete Ofiizielle, die nacheinander unser Boot betraten und sich gleich verteilten. Mit ihren mitgebrachten elektrischen Schraubendrehern schraubten sie sofort die Deckenverkleidung ab und suchten nach versteckten Muscheln oder Federn und nach möglichen Schädlingen. Alles was sie fanden schmissen sie in schwarze Plastiksäcke und liessen nach 15 Minuten eine Fassungslose Kalibu zurück, die weinend ihren mitgebrachten Schätzen nachtrauerte! …

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Landfall

Am 31.10.2017 sind wir glücklich und müde, früh morgens in Opua, Neuseeland angekommen. Wir waren das zweite Boot, das nach Sonnenaufgang in die Bay of Islands einlief, gefolgt von 8 weiteren Booten, deren Segel am Horizont zu erkennen waren. Damit haben wir den weiten Pazifik überquert und sind auf der anderen Seite der Erde angekommen.

Impressionen der Überfahrt

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On the way to New Zealand

Bay of Islands NZ

31.10.2017 – 07:30 UTC+13 ///////// S 35°09 – E 174°10 //// Bay of Islands NZ //// Together with 4 other sailing yachts we enter Bay of Islands in the North of New Zealand. The children finish our last honey which we are not allowed to bring to NZ. //// ETA Opua 9:30 UTC+13

Neuseeland-Taufe

29.10.2017 – 15:30 UTC+13 ///////// S 31°49.28′ – E 176°03.66′ //// Beaufort 5-6 from ENE //// COG 205 //// SOG 6-7 knots //// New Zealand initiation! After a relatively quiet night with drizzle we sailed in the early morning through a nasty front carrying lots of rain. The anemometer showed Beaufort 7 to 8 for about two hours. Waves are high and for the first time since we sail with Kalibu a wave entered our cockpit. We had a French casserole with pork and sausages for lunch and fresh bred for tea. Another 220 nm to go.

Pancakes for lunch

28.10.2017 – 15:00 UTC+13 ///////// S 29°30.07′ – E 177°26.10′ //// Beaufort 5 from E //// COG 195 //// SOG 6 knots //// We had pancakes with applesauce for lunch. Slowly the fridge empties which is good since we are not allowed to bring food into New Zealand. Another 375 nm to go.

The tropics lie in the North

27.10.2017 – 14:00 UTC+13 ///////// S 27°11.74′ – E 178°51.10′ //// Beaufort 4-5 from ESE //// COG 205 //// SOG 6 knots //// Another bumpy night! But conditions are improving slightly since the wave direction became more favorable for our upwind course. We lost the third fish on our fish hook. A huge barracuda made a fast escape when the fishing rod – the leader – flew apart.

Slow sailing

26.10.2017 – 10:30 AM ( GMT +13 ) //// S24°58.342′ – W 179°23.125′ //// //// course 205° //// SOG 4 knots //// Beaufort 1-3 from East //// We passed the trough. After some nasty squalls yesterday we had rain all night and no wind. Very slowly the wind is picking up again.

Impressions from the Minerva Reef

Civilization

23.10.2017 – 16:00 UTC+13 //// day 3 on our way to NZ //// S23°37.03′ – W 178°54.51′ //// Beaufort 3-4 from E /// Minerva Reef Tonga //// After a very bumpy night – we had to reduce speed even more – we arrived at Minerva Reef. The anchor fell at 7 am on a sandy patch in the North of the otherwise empty lagoon. Unsurprisingly we are not the only boat with the intention to stop here. At night we already spotted the mast light of a second yacht behind us. Short after we had a nice relaxing breakfast two other yachts arrived. And while I am writing these notes a fifth yacht is arriving. All come from NZ or Australia. Spring has arrived in NZ and this seems to be the time of the year when one is returning to NZ. //// Worth mentioning is that there are 6 nm available for anchoring in this almost round lagoon. But the next boat arriving choose to anchor in 50 meter distance from us. On top the three other yachts anchored also less then 50 m from our first neighbor. That is civilization!

Day two on our way to NZ

22.10.2017 – 14:00 UTC+13 //// day 2 on our way to NZ //// S22°52.80′ – W 178°18.27′ //// course 220° //// Beaufort 3 from S /// 55 nm to Minerva Reef Tonga //// All day yesterday we didn’t have enough wind to sail. Therefore we heaved to at night and our midday etmal (nautical day) was less than 70 nm. Everybody had a good nights sleep. Even though the wind picked up around lunchtime today, we slowed our progress because we intend to stop at Minerva Reef and don’t want to arrive there when it is dark.

Starting signal for NZ

21.10.2017 – 10:00 UTC+13 //// day 1 on our way to NZ //// S21°58.20′ – W 176°57.70′ //// course 222° //// Beaufort 2-3 from S /// 148 nm to Minerva Reef Tonga //// Yesterday we left Tonga Tapu for New Zealand. 1100 to 1200 nm are ahead of us and we are leaving the tropics and entering the west wind drift. Starting together with us from the same anchorage was a 23 meter long, newish Oyster yacht with an enormous mast. It was flying the White Ensign, the sea war flag of the Royal Navy. We took out our kitchen knives, rigged the boarding nets, until the Skipper checked the internet: the yacht belonged to a member of the Royal Yacht Squadron of Cowes! No shooting match and no regatta with this boat, which disappeared over the horizon in no time.

Inselhopping in den Friendly Islands

Wie nicht anders zu erwarten, sammeln sich in Pangai mehr und mehr Boote an, die sich von hier den „Absprung“ nach Neuseeland vorgenommen haben. Alle klagen über die ungenauen Wettervorhersagen – in der vorausgegangenen Nacht windete und gewitterte es mal wieder ordentlich – und spekulieren, wie das ideale Wetterfenster aussehen sollte.
Noch ein Grund mehr für uns, uns so schnell wie möglich auf den Weg zu machen. So nett die Tongaer auch sind (Friendly Islands!), so schön die mit Palmen begrenzten Sandstrände, so angenehm das warme Wasser, wir sehnen uns nach neuen Eindrücken. Nur leider kommt uns dann doch noch ein starker Südwind, der für Mittwoch bis Freitag vorhergesagt ist, in die Quere. 30 Knoten+, da können wir nicht gegen an segeln. Einzige Alternative wäre im Minerva Riff einen Stop einzulegen. Dort bei Starkwind zu ankern können wir uns aber auch nicht so richtig vorstellen. Das Minerva Riff markiert den süd-westlichsten Punkt Tongas oder Fidschis südöstlichsten Punkt – je nachdem, Ansprüche erheben jedenfalls beide Länder. Es handelt sich dabei um ein Atoll, das sich im Entstehungsprozess befindet. Wikipedia sagt, dass die höchsten Stellen des Saumriffs bei mittlerem Tidenhub „bereits“ aus dem Wasser ragen. Die höchsten Stellen wohlgemerkt. Anders gesagt die Riffe liegen grösstenteils unter Wasser und bieten Null Schutz gegen Wind. Darüber hinaus wissen wir aus Erfahrung, ankern auf Korallensand ist mit Vorsicht zu geniessen.
Wir entscheiden daher, obwohl wir schon aus Tonga ausklariert sind, die nächsten Tage von Insel zu Insel zu „hüpfen“ und damit die Reise etwas zu verzögern. Erster Zwischenstopp ist die südwestlich gelegene, nur 20 Meilen entfernte Insel Haafevai.


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Von der Hunga Lagoon zur Ha’apai Group

Nach zwei entspannten Tagen in der wunderschön gelegenen Hunga Lagune, im Westen der Vava’u Inselgruppe, machen wir uns gegen 17:00 Uhr auf den Weg zur nur knapp 70 Meilen entfernten Ha’apai Group, der mittleren Inselgruppe Tongas. Die soll es „in sich haben“, wird in Seglerkreisen berichtet. Viele verstreute Riffe und überwiegend flache mit Kokospalmen bewachsene Koralleninseln. Im Reiseführer lesen wir, hier gibt es das seltene und mysteriöse Phänomen einer Insel, die mal da ist und dann wieder nicht. Fonuafo’ou wurde 1885 mit 50 Metern Höhe und 2 km Länge vermessen. 1894 war nichts mehr davon zu sehen, jedoch nur kurz, denn 2 Jahre später erschien sie wieder mit beachtlichen 320 Metern Höhe. So ging das Kommen und Gehen weiter und da die Insel Teil eines aktiven Unterwasservulkans ist,  ist kein Ende absehbar. Damit nicht genug eine weitere neue Insel wurde 2015 etwa 65 Kilometer nordwestlich von Tongatafu gesichtet. Ihr wurde nach der Erfahrung mit Fonuafo’ou noch kein offizieller Name gegeben. In Seekarten ist sie nicht verzeichnet! Kann ja sein, dass sie wieder verschwindet 😉

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Tonga, das Land der Flughunde und Bastmatten

In Tonga findet zur Zeit das „Vava’u Blue Water Festival“ statt, das offensichtlich von den grossen Marinas und Werftbetrieben in Nord-Neuseeland organisiert und gesponsert wurde. Sogar ein paar Grenzbeamte waren da, die die komplizierten neuseeländischen Einreiseformalitäten erläuterten und Fragen beantworteten. Es drängt sich der Eindruck auf, die haben es für die Segler so bürokratisch und kompliziert gemacht, dass den Betrieben rund um den Wassersport die Kundschaft wegblieb und jetzt müssen sie gegen ihr negatives Image ankämpfen. Viele Anforderungen kennen wir ja schon aus Chile, kein Obst und Gemüse, kein Fleisch, keine Milchprodukte, kein Honig, keine Samen, etc. … aber in Neuseeland wird auch das ganze Schiff genauestens inspiziert. Das Unterwasserschiff muss picobello sauber sein und es dürfen sich keine blinden Passagiere an Bord befinden, auch nicht, wenn sie schon tot sind. Unser blinder Passagier, ein kleiner Tropenfisch, der sich in Hao in unserem Ruderblatt einnistete und der uns seither begleitete – das sind mehrere tausend Meilen! – hat uns kürzlich in Port Maurello verlassen. Wir hoffen, er hat sich zu seinen Artgenossen, die dort in Massen rumschwammen, gesellt. Ich hatte eh in letzter Zeit den Eindruck, er blickte mich etwas einsam an, wenn ich über die Badeleiter aus dem Wasser stieg. Aber kaum war der Fisch weg, fand ich eine grosse rote Ameise zwischen unseren Büchern. Alarm! Womöglich eine rote Killerameise, wie kommt die an Bord? Und haben sich womöglich noch weitere Genossen zu uns geflüchtet? Dies würde ein Einreiseverbot für Neuseeland nach sich ziehen. Zum Glück haben wir noch etwas Zeit zum Suchen, Putzen und Ausmisten, denn es müssen alle Federn, alle Korallen, Knochen und viele andere Fundstücke unserer langen Reise ausgemistet werden. Wie Schade.


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